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Eingeimpft


David Sieveking wird in seinen Filmen gern persönlich. Egal, ob es um die Alzheimerkrankheit seiner Mutter oder die eigene Suche nach Transzendenz geht. In seinem neuen Film fokussiert er ein Thema, das die Gemüter in Deutschland erhitzt: das Impfen. Wer schon mal in einer Arztpraxis oder bei einem Elternabend erlebt hat, welche Gräben sich bei diesem Schlagwort plötzlich auftun können, weiß, wovon die Rede ist. Allen anderen sei „Eingeimpft“ empfohlen, denn tatsächlich gelingt es dem Regisseur, die eigene Verunsicherung zum Ausgangspunkt eines spannenden Films zu machen.

Der Grundkonflikt klingt fast ein bisschen zu simpel: Der Vater will impfen, denn das empfiehlt ja der Arzt. Die Mutter will nicht, weil ihr Bauchgefühl dagegenspricht. Diese Pattsituation nimmt Sieveking zum Anlass, den Dissens auch in seinen überpersönlichen Dimensionen genauer zu untersuchen. Weit davon entfernt, eine objektive Wahrheit anzustreben, bleibt er immer der filmende Vater, der bei der WHO, der Pharmaindustrie und impfkritischen Ärzten auf unnachahmlich naive Weise nachfragt und schließlich zu einem Fazit kommt, das die ideologisch schwer umkämpfte Debatte ziemlich gut zusammenfasst. Ohne Angst vor Klischees wendet Sieveking sein großes und durchaus politisches Thema so lange hin und her, bis es ihm gelingt, seine ganz eigene, private Entscheidung zu fälle

n.

Luc-Carolin Ziemann







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Rue de Blamage 


NZZ / Feuilleton von Alfred Schlienger vom  5.4.2017

Rue de Blamage» führt seine Figuren nicht vor, so sehr sie am Rand der Gesellschaft leben mögen. Gleichzeitig heroisiert er sie nicht. Er begibt sich auf Augenhöhe und schafft so eine berührende Nähe, auch zum Befremdlichen. Gugolz lässt bildhafte Fundstücke kommentarlos für sich selber sprechen.

Man sollte nicht zuwarten, bis dieser subtil gestaltete Film im Fernsehen gezeigt wird. Die grosse Leinwand tut ihm ausnehmend gut. Bei der Premiere an den diesjährigen Solothurner Filmtagen, wo er für den Prix de Soleure nominiert war, war «Rue de Blamage» einer der am heftigsten beklatschten Filme.

Täglich 13.50 und 18.20 Bourbaki Luzern
So 11.30 im Bourbaki Luzern 

11.40 und 18.50 Kino Houdini Zürich 






Die Rue de Blamage ist eine lärmige Ausfallstrasse am Rand von Luzern. Wer an dieser Strasse seine Bleibe findet, lebt nicht im Rampenlicht der Gesellschaft. Ein drogenabhängiger Strassenmusiker versucht, sein Leben als Vater in den Griff zu bekommen. Eine syrische Flüchtlingsfrau bangt um ihre Tochter. Eine Bordellbesitzerin hat es satt, sich jede Nacht dieselben Geschichten anzuhören. Ein lärmgeplagter Künstler dokumentiert mit Fernglas und Kamera das Alltagsgeschehen vor seinem Atelierfenster. Und Heinz, der pensionierte Strassenreiniger, gibt ihm die Inspiration für sein neustes Werk.






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Trauern braucht Zeit


13. April, 20.05 Uhr in der Sendung DOK auf SRF 1

Trailer Link: SRF

Im Leben von Patrick und seinen Kindern ist nichts mehr wie es war, als Eveline unerwartet stirbt.
Der Schock über den Verlust von Frau und Mutter ist gross. Die Anteilnahme ebenfalls - bis zur
Beerdigung. Danach fühlt sich die Familie alleine gelassen und zunehmend unter Druck gesetzt,
wieder «normal» zu funktionieren. Doch wie kehrt man zur Normalität zurück, wenn einem derBoden unter den Füssen weggezogen wurde?




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Inspiriert vom Musiker Bill Drummond, der Partituren zur „Wiederentdeckung“ der eigenen Stimme und des eigenen Musizieren geschrieben hat, habe ich angefangen, Partituren für Fotografie zu entwickeln.
Mir wurde bewusst, dass sich damit viel beschreiben lässt was mir an der Arbeit mit der Kamera wichtig ist.


Die Partituren für Fotografie sind eine Einladung an alle, „fotografische Erfahrungen“ zu machen und vielleicht sogar selbst solche „Instruktionen“ zu schreiben. Sie zeigen einen möglichen Weg, aber bestimmen nicht wie das Resultat auszusehen hat.

Das Büchlein mit 27 Scores kann bei mir bestellt werden...